Weinbereitung

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Mai 2010

Weinbereitung

Grundlage jeder Weinbereitung ist der zuckersüße Saft der Trauben, den man durch Auspressen ganzer oder zerkleinerter Beeren gewinnt. Die Beeren werden nach der Ernte sofort gemahlen und als Weißweinmaische anschließend gekeltert, so daß der flüssige Most vom festen Treber getrennt wird. Bereits jetzt ist der Most reich an Hefepilzen, die sich in ihm entwickeln. Durch die bei der Gärung entstehenden Gase (Kohlendioxid) " kocht " der Most. Der Alkoholgehalt steigt so lange, bis die Hefepilze alle Zuckermoleküle abgebaut haben (der Wein enthält also umso mehr Alkohol, je höher der Zuckergehalt der Trauben war) oder bis der Alkoholgehalt so hoch ist (17-18%), daß die Hefepilze ihre Gärtätigkeit einstellen und oder absterben. Wenn bei der Abfüllung die Gärung noch nicht abgeschlossen ist, erhalten wir die moussierenden Weine. Diese Kohlensäure läßt sich allerdings auch nachträglich künstlich zusetzen. Den Verlauf der Gärung beobachtet der Kellermeister am Gärspund. In dem mit Wasser gefüllten Glas- oder Kunststoffrohr kann man an den aufperlenden Kohlendioxidbläschen die Heftigkeit der im Faß ablaufenden Gärung erkennen.
Der Hauptgärung folgt die Nachgärung. Die Hefezellen sterben und sinken auf den Boden des Fasses hinab. Nun kann der Wein in andere Fässer umgelagert oder sofort in Flaschen abgefüllt werden. Durch Zusammenwirkung von Standortqualität , Heferassen und gebietsunterschiedlicher Behandlung erhält jeder Wein sein eigenes Bouquet, so daß der Kenner sein Herkunftsgebiet am Geschmack erkennen kann





Traube